Brasilien, man reist anders...
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Pünktlichkeit ist eine Kunst, aber anscheinend beherrscht Varig diese Kunst.
Abflug pünktlich von Frankfurt mit einer leider etwas engen und bejahrten MD11.
Allerdings gab es trotzdem Highlights auf dem Flug. Das erste war schon mal, dass es keine Kinderportionen gab, so dass unsere beiden auf Hühnerfrikassee zurückgreifen mussten, welche stark nach Weisswein schmeckte. Na wenigstens war hinterher Ruhe im Karton... Was Sitze und Bequemlichkeit anbetrifft gibt es wohl keine kleineren Sitze mehr. Auch ein Umbuchen auf Business-Class war nicht mehr möglich. Aber wie ihr seht und lest, lebt der Forenjurist trotzdem noch. Also: Was soll's?!?
Ansonsten gibt es zu dem Flug nicht viel erwähnenswertes, da ich ihn fast komplett verpennt habe. Dank meines Arztes der mir Schlaftabletten mitgab entschlummerte ich schon während des Spielfilmes ( Wie hieß der nur *grübel*... ).
In Sao Paulo angekommen und 2 Stunden Aufenthalt abgewartet bis zum Weiterflug nach Belo Horizonte. Dort wurden wir schon am International Airport erwartet, so dass wir nach einer kurzen Autofahrt von nur 5 Stunden im Herzen des Kaffeeanbaugebietes im Bundesstaat Minas Gerais anlangten.
Hier einmal einige Tipps für das Autofahren in Brasilien.
In der Nähe der Großstädte empfiehlt es sich, es mit dem Fahren etwas geruhsamer angehen zu lassen. Die Straßen weisen zum Teil erhebliche Schlaglöcher auf, in denen man sich sonst schnell die Reifen samt Felgen zerstört. Ansonsten hat Brasilien ein sehr gut ausgebautes Straßennetz. Die Höchstgeschwindigkeit ist außerorts auf 110 Km/h begrenzt, welche maximal um 10 Km/h überschritten werden darf. Regelwidrigkeiten werden mit zum Teil erheblichen Strafen geahndet! Minimumstrafe für Geschwindigkeitsüberschreitung R$ 510,00, also je nach Kurs um die 250,- Euro! Selbst im Bundesstaat Minas Gerais, einem der reichsten Staaten Brasiliens (reich an Bodenschätzen wie Gold und Diamanten, sowie sonstigen Edelmetallen und Edelsteinen und gesegnet mit riesigen Kaffeeanbaugebieten und fruchtbarem Boden), ist der Abstand zwischen den Ortschaften kaum vorstellbar. Teilweise fährt man 30 bis 60 Minuten, bevor man wieder auf eine Ortschaft trifft.

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